Vom 16. bis zum 22. Juli fanden die alljährlichen „Alltagskompetenzen“, auch „Schule fürs Leben“ genannt, in der 7. Klasse statt.
Am Donnerstag 16. Juli liefen die SchülerInnen vormittags in Kleingruppen durch Bad Wörishofen, jeweils von einer Lehrkraft begleitet, und sammelten Geld für das Tierheim Beckstetten. In gut 2 Stunden kamen dabei über 600 Euro zusammen! Anschließend kochten sie unter Anleitung von Harald Kessler, Lehrer an der Hotelfachschule Bad Wörishofen, ein gesundes und schmackhaftes Mittagessen: Nudeln mit Pesto und Tomatensauce – vom Nudelteig bis zum Basilikumpesto alles selbst gemacht!
Am Freitag fuhren wir mit dem Zug nach Memmingen und besuchten die Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung. Dort hatte ein Team aus Lehrkräften und Schülerinnen ein abwechslungsreiches Programm für uns vorbereitet. In Kleingruppen durchliefen die SchülerInnen folgende Stationen:
- Mit dem richtigen Prompt ein persönliches KI-Bild erstellen, dieses (ausgedruckt) auf ein T-Shirt bügeln, das T-Shirt richtig zusammenlegen und „eintüten“.
- Ein Computerspiel, in dem verschiedene Alltagsprobleme gelöst werden müssen.
- Zubereitung von alkoholfreien Cocktails mit Fruchtspießen.
- Zubereitung von nahrhaften „Müsli-Kugeln“
- Herstellung von „seed-bombs“ (Samenkugeln mit Lehm)
Am Montag ging es zu Fuß zum „Eichholzhof“, ein Erlebnisbauernhof bei Bad Wörishofen. Die SchülerInnen durften Tiere streicheln, Kühe füttern, Sahne selbst schlagen und im Heustock toben. Eine Hof-Führung war inklusive, und Frau Lutzenberger beantwortete alle Fragen zum Thema Landwirtschaft.
Der Dienstag stand im Zeichen von Katastrophenschutz und 1. Hilfe. Frau Hünnemeyer berichtete über ihre Arbeit bei der DLRG und ging vertiefend auf den Katastrophenfall „Hochwasser“ ein – seit dem Pfingsthochwasser 2024 auch für viele unserer Schülerinnen und Schüler eine reale Erfahrung. Abschließend wurde mit Hilfe von Reanimationspuppen die Wiederbelebung mit Herzdruckmassage geübt.
Den Abschluss bildete am Mittwoch ein Besuch des Schwäbischen Fischereihofs in Salgen. Zunächst durften die SchülerInnen barfuß im Bach, ausgerüstet mit Sieben und Schüsseln, kleine Wassertiere käschern. Im Kursraum wurden diese unter dem Binokular beobachtet und bestimmt. Nach der Pause bekamen wir eine interessante Führung durch den Fischereihof – von großen Aquarien über die Fischzuchthalle bis zu den verschiedenen Außenbecken wurde uns alles gezeigt und erklärt.
Im Vergleich zu einer normalen Unterrichtswoche waren dies fünf abwechslungsreiche, interessante und lehrreiche Tage, an die sich die Schülerinnen und Schüler hoffentlich noch lange erinnern werden!
Martin Muth