Bad Wörishofer Schüler und Lehrer bezwingen die Alpen
Mit dem Rad zur Abschlussfahrt – diese Idee für ein außergewöhnliches Abenteuer entstand, als Matteo Barth und Bastian Schindler aus der Klasse Z11 der Beruflichen Schulen Bad Wörishofen ihren Lehrer Dominic Fenkl fragten, ob sie nach Sirmione am Gardasee mit dem Fahrrad statt mit dem Bus fahren könnten. Beide sind leidenschaftliche Radsportler, technisch versiert und konditionell stark, was sie bereits im vergangenen Schuljahr in der Bike-AG unter Beweis gestellt hatten.
Nach Gesprächen mit den zuständigen Stellen im Kultusministerium wurde das Vorhaben genehmigt – unter der Bedingung, dass eine Lehrkraft die Tour begleitet. Damit begann eine mehrwöchige Planungsphase: Die Route musste festgelegt, Etappen und Übernachtungen organisiert, Ausrüstung zusammengestellt und ein Trainingsplan erstellt werden. „Beide engagierten sich intensiv in die Vorbereitung und kümmerten sich auch um Sponsoren. Ohne deren finanzielle Unterstützung wäre das Projekt nicht realisierbar gewesen“, so Dominic Fenkl. Ein Dank gilt dabei dem Radsportgeschäft Cycleworxx, dem Café Barths, der Steuerberatung Werttreuhand sowie der Physiotherapiepraxis Jörg.
Der Startschuss fiel in Füssen bei frischen acht Grad Außentemperatur. Die erste Etappe führte über Reutte und Biberwier, den Fernpass hinauf bis nach Imst und schließlich nach Fendels. Mit über 100 Kilometern und mehr als 1000 Höhenmetern war der Auftakt bereits eine echte Herausforderung. Am zweiten Tag ging es weiter über den 1500 Meter hohen Reschenpass bis nach Algund in Südtirol. Auch diese Etappe hatte es in sich: 128 Kilometer und 1138 Höhenmeter verlangten den Radlern erneut alles ab.
Am dritten Tag fuhr der „Wirtschaftsschul-Express“ von Meran aus mit einem beeindruckenden 26er-Schnitt rund 120 Kilometer entlang der Etsch bis nach Rovereto. Die flachere Strecke erlaubte ein höheres Tempo, doch die Länge der Etappe blieb anspruchsvoll. Am vierten und letzten Tag radelte das Trio entlang des Gardasees bis nach Sirmione – ein würdiger Abschluss mit weiteren 80 Kilometern. Insgesamt legten die drei Sportler stolze 472 Kilometer zurück.
„Es war anstrengend, aber unglaublich bereichernd“, resümiert Dominic Fenkl. Bastian und Matheo zeigten sich begeistert von der sportlichen Herausforderung und den landschaftlichen Eindrücken. Der Alpencross wird ihnen sicher noch lange in Erinnerung bleiben – als Beweis dafür, was mit Willenskraft und Teamgeist möglich ist.