Zukunft säen – Aktionswoche Klimaschule Bayern

Saatbomben der Klassen 6a und 6b

Die Klassen 6a und 6b haben im Fach Ökonomische Bildung ein besonderes Projekt durchgeführt: die Herstellung von Saatbomben. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur kreativ arbeiten, sondern auch erfahren, wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz ganz konkret im Alltag umgesetzt werden können. Auf das Projekt sind wir im Rahmen der Aktionswoche der Klimaschule Bayern „Zukunft säen“ gestoßen. Es passt damit hervorragend zu unserer Schule als Klimaschule und zeigt, wie sich Lernen und praktische Erfahrung sinnvoll miteinander verbinden lassen.

Zum Glück spielte das Wetter mit, sodass die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen die Samenkugeln auf dem Schulgelände im Freien herstellen konnten. 

Für die Herstellung der Saatbomben braucht man nicht viel und genau deshalb lässt sich das Ganze auch ganz einfach zu Hause nachmachen: Erde, Katzenstreu, Blumensamen und Wasser. Diese Zutaten wurden zunächst in großen Schüsseln sorgfältig miteinander vermischt. Anschließend wurde die Masse mit den Händen gründlich durchgeknetet, bis eine formbare, leicht feuchte Mischung entstand. Danach formten die Schülerinnen und Schüler aus der Masse die kleinen Kugeln, die später zu neuen Blumen- und Pflanzeninseln heranwachsen können.

Die fertigen Samenkugeln wurden anschließend vorsichtig in Eierkartons gelegt, wo sie einige Tage trocknen mussten. Während der Trocknungszeit konnten die Saatbomben ihre feste Form entwickeln, bevor sie schließlich mit nach Hause genommen wurden.

Natürlich blieb bei der Herstellung eine kleine „Matscherei“ nicht aus. Besonders beim Kneten der Erde mit den Händen wurde es stellenweise ziemlich schmutzig – doch genau das machte vielen Schülerinnen und Schülern sichtlich Spaß. 

Neben dem handwerklichen Aspekt stand vor allem auch der Gedanke der Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler lernten, dass aus einfachen natürlichen Materialien etwas entstehen kann, das später einen wichtigen Beitrag zur Umwelt leistet. Die Saatbomben können im eigenen Garten, auf Grünflächen oder an anderen geeigneten Stellen „ausgebracht“ werden und dort wachsen Blumen, die wiederum Insekten wie Bienen und Schmetterlingen Nahrung bieten. So wird auf einfache Weise die Artenvielfalt gefördert.

Auch der Gedanke des bewussten Handelns spielte eine wichtige Rolle. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich damit auseinander, wie jeder Einzelne etwas für die Umwelt tun kann und sei es nur durch kleine, unscheinbare Handlungen wie das Pflanzen von Blumen. Gerade solche Projekte zeigen, dass Umweltschutz nicht kompliziert sein muss, sondern oft schon mit einfachen Mitteln beginnen kann.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Zusammenarbeit in den Kleingruppen. Die Schülerinnen und Schüler mussten sich absprechen, Aufgaben verteilen und gemeinsam Entscheidungen treffen. Dadurch wurde auch der Teamgeist in den Klassen gefördert.

Nachdem die Saatbomben vollständig getrocknet waren, konnten sie stolz mit nach Hause genommen werden. Viele Schülerinnen und Schüler freuten sich darauf, ihre selbst hergestellten Kugeln im eigenen Garten oder auf geeigneten Flächen auszubringen. Einige planten sogar, die Saatbomben zu verschenken – etwa an Familienmitglieder oder Freunde. So wurde das Projekt über den Unterricht hinaus weitergetragen.

Ob als kleine Überraschung im Garten oder als Geschenk: Die selbst hergestellten Saatbomben sind eine kreative und nachhaltige Idee, die zeigt, wie Umweltbewusstsein praktisch umgesetzt werden kann. Gleichzeitig bleibt das Projekt sicherlich vielen Schülerinnen und Schülern als besondere Unterrichtserfahrung in Erinnerung.
 

Eva Königsbauer und Bianca Fasel

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